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  • Über uns

KGR

Unser Kirchengemeinderat besteht aus sechs gewählten Gemeinderäten und drei Vertretern, die nicht von der Gemeinde gewählt werden. Die ständigen Vertreter sind die beiden Pfarrer der Gemeinde, Johannes Erlbruch und Albrecht Friedrich, sowie ein Beisitzer aus dem Kirchenrat der ungarischen Brüdergemeinde.


Hier die Vorstellungen der gewählten Mitglieder anlässlich der Wahl 2015:

 

Mein Name ist Wilhelm Stettner, ich lebe mit meiner Frau Gabriella und unseren Kindern Moritz (3 J.) und Caroline (1 J.) in Budapest. Anlässlich unserer Hochzeit vor fünf Jahren haben wir die Gemeinde über Pfarrer Erlbruch kennengelernt und sind ihr kurz darauf beigetreten. Meine Frau kommt aus Budapest. Ich bin im österreichischen Graz geboren, wo ich auch den Großteil meiner Schul- und Studienzeit verbracht habe. Im Rahmen eines Studentenaustauschprogramms bin ich vor rund zehn Jahren nach Budapest gekommen, im Anschluss habe ich hier zu arbeiten begonnen. Vor fünf Jahren habe ich die ungarische Anwaltsprüfung abgelegt und bin seither Partner in einer Anwaltskanzlei.
Wir fühlen uns in Budapest sehr wohl. Moritz geht seit Herbst in den österreichisch-ungarischen Kindergarten. Für die nächsten Jahre planen wir keinen Ortswechsel.
Ich würde mich freuen, wenn ich im Kirchengemeinderat zur Verfestigung und zum Wachstum unserer überschaubaren, zum Großteil im ständigen personellen Wandel befindlichen Auslandsgemeinde beitragen könnte.

Dr. Attila Dimák. Geboren am 30. Oktober 1980 in Orosháza, unverheiratet. Jurist, Vergabeexperte Seit 2009 besuche ich die Gemeinde und fühle mich als Ungar unter den Deutschen Schwestern und Brüdern sehr heimisch. Da ich nicht nur hörendes, sondern auch ein tätiges Mitglied der Gemeinde sein wollte, habe ich bei der letzten Wahl im Jahr 2013 für den Kirchengemeinderat kandidiert. Nach zwei Jahren Dienst im Kirchengemeinderat stelle ich mich gerne erneut zur Verfügung.

 

Claudia Walpuski
Mein Name ist Claudia Walpuski, ich bin 55 Jahre alt und arbeite seit gut drei Jahren als Pressereferentin an der deutschen Botschaft. Ich nehme seitdem aktiv am Gemeindeleben teil und singe auch gerne im Chor mit. Meine Arbeit im Kirchengemeinderat (Öffentlichkeitsarbeit, soziale Aufgaben) würde ich im Falle meiner Wahl mit Ihrer Unterstützung gerne fortsetzen.
Alice Müller
Mein Name ist Alice Müller, ich bin seit 2008 Glied der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde Budapest. Als solches habe ich bereits Kindergottesdienste gehalten, den Frauenkreis mit-besucht und -gestaltet (und das Modell nach Stuttgart exportiert) und war auch schon im Kirchengemeinderat (2009/10). Auch wenn ich durch meine Arbeit in Székesfehérvár und zwei Jahre im Ausland meine Aktivitäten in der Gemeinde einschränken musste, würde es mich sehr freuen, im Kirchengemeinderat wieder für die Gemeinde mit- und vorausdenken zu können.
Ulrike Schilling
Ich bin Ulrike Schilling. Bereits seit zwei Jahren gehöre ich dem KGR an.
Ich lebe seit 1987 in Budapest, bin Diplomsozialarbeiterin/-sozialpädagogin und arbeite als Lektorin an der heilpädagogischen Fakultät der ELTE – Universität. 2018 plane ich, in Rente zu gehen. Ich arbeite unter ungarischen Bedingungen und spreche ungarisch. Privat lebe ich in einer langen, warmherzigen Beziehung, die mich einst aus Berlin (West) in das damals sozialistische Ungarn gebracht hat.
Mein Schwerpunkt in der Gemeinde ist das Singen im Chor sowie die soziale Arbeit. Wir besuchen regelmäßig ein Kinderheim in Miskolc. Soziale Einrichtungen in Ungarn sind in der Regel sehr arm, deshalb können die Kinder des Kinderheimes nur von unseren Spenden im Sommer einen Ausflug in den Zoo machen. Ich beschäftige mich außerdem mit einem deutschen Gefangenen, der in Ungarn eine lebenslange Strafe verbüßt.
Während viele Flüchtlinge in Budapest waren, haben einige Mitglieder der Gemeinde – darunter auch ich – versucht, einigen Menschen mit Kleidung, Wasser, Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln zu helfen. Ich habe dann so verrückte Ideen wie Ostsee-Feuersteine zu verkaufen mit Löchern 60/70 Millionen Jahre alt, um einiges Geld für soziale Zwecke zu sammeln. Ich bitte regelmäßig die Gemeindemitglieder, fair gehandelten Kaffee in die Gemeinde zu bringen, denn ich bin gegen die Ausbeutung des Menschen und der Natur durch uns. Gern fahre ich zu Kirchentagen.
Meiner Meinung nach sollten wir Gottes Liebe, die wir immer wieder spüren, weitergeben und das Licht Gottes auch aus der Gemeinde heraustragen... Es gibt viel zu tun!
Dr. Silvia Petzold
Dr. Silvia Petzoldt: Ich bin im Osten Deutschlands geboren und in einer deutsch-ungarischen Familie mit drei älteren Geschwistern sowie einigen Haustieren aufgewachsen. Ich bin evangelisch-katholisch geprägt und habe bereits als Kind im Kirchenchor gesungen. Die Kirche als Institution samt ihrer verschiedenen Mitmachmöglichkeiten war mir stets wichtig, bis ich während meines Studiums in Berlin auf eine freikirchliche Gemeinde stieß und erfuhr, dass christliche Gemeinschaft aus wechselseitiger Fürsorge besteht, in der jeder unabhängig von seiner Herkunft willkommen ist.
Als waschechte Hungarologin und promovierte Literaturwissenschaftlerin lebe und arbeite ich nun seit September 2015 in Budapest und fühle mich hier inzwischen zu Hause. Aller Anfang war schwer, zumal die Flüchtlingskrise mitten in diese Zeit fiel und sich Zweifel breitmachten, ob sich der Weg nach Ungarn überhaupt gelohnt habe. Ich werde nicht vergessen, wie freundlich und herzlich ich im Ankunftsmonat in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde empfangen wurde. Pfarrer Johannes Erlbruch wies auf den bevorstehenden Gemeindeausflug nach Esztergom hin, auf dem ich tolle Gespräche führen konnte. Ich wusste sofort, dass ich Teil der Gemeinde werden und in Budapest bleiben möchte. Fasziniert haben mich die Mischung aus jung und alt sowie das vorbehaltlose Interesse füreinander.
Diese Offenheit, Wärme und Zuversicht möchte ich als Mitglied des Kirchengemeinderates weitertragen. Denn wie bereits der Dichter Hermann Hesse sagte: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ Wir leben von Neu-Anfängen nach gescheiteren beruflichen Entwicklungen, Ehen, Freundschaften, persönlichen Niederlagen, Krankheiten. Und jeder Neu-Anfang ist von Versöhnung geprägt: Gott mit uns, wir mit unseren Mitmenschen und uns selbst. Auch das betrachte ich als eine wichtige Botschaft, die ich in die Gemeinschaft hineintragen möchte. Zudem sehe ich es als meine Aufgabe, Brücken über kulturelle Grenzen hinweg zu bauen. Ich selber hatte viel Unterstützung dabei, eine der schwierigsten Sprachen in Europa zu erlernen. Die Begeisterung für die ungarische Kultur gab mir die Motivation dazu. In Budapest bin ich täglich dreisprachig unterwegs: Eine vielseitige Kommunikation auch innerhalb der Gemeinde liegt mir daher am Herzen. Ich würde gerne geistige Anregungen weitergeben, aber auch praktische Probleme lösen. Man spürt erst in Gemeinschaft, welche vielfältigen Gaben man hat.
Ich bin sehr dankbar, dass mir ermöglicht wird, Teil der Deutschsprachigen Gemeinde Budapests zu sein. Ich würde gerne noch viele neue Gesichter kennenlernen, freute mich über jeden, mit dem ich einmal ins Gespräch kommen kann. In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen gesegneten Herbst und die Kraft füreinander da zu sein.